Karin Reitemeier W55 DEUTSCHE MEISTER Hoch 1.33m!!! + VIZEMEISTERIN Hammerwurf 40.85m pB!!! Sandra Schäffer W40 DEUTSCHE VIZEMEISTERIN Speer 31.48m!!! Carmen Krug W50 Hammerwurf Platz 5 39.48m!!!
Insgesamt fünf SSC-Athleten hatten für die 3-tägigen Meisterschaften gemeldet, als Betreuer war Bernd Fröhlich mit an Bord, der wahres Anlagenhopping betrieb.
Karin war die erste SSC-Starterin am frühen Morgen. Nach kalter Dusche im Hotel ging es raus zur Hammerwurfanlage bei tlw. eisigem Wind. Karin erwischte einen tollen Wurf im 4. Durchgang mit einer Weite von 40.85m pB und sicherte sich damit die SILBER-Medaille hinter Margret Klein-Raber (LC Rehlingen), die 43.34m verbuchte. Bronze ging mit 31.46m an Ines Mikoleiczik (Sportfreunde Neukieritzsch). Das fing schon mal gut an.
Carmen war knapp 1 Std. später an gleicher Stelle im Wurfrund aktiv und hatte es mit Werferinnen zu tun, die Weiten jenseits der 45m werfen können. Ihre Serie war ganz ordentlich, ein Aureißer nach oben gelang diesmal nicht. Mit ihrer erzielten Weite von den Hessischen in Hofgeismar im letzten Jahr, wäre es um die Medaillen spannend geworden. Es blieb mit 39.48m der 5. Platz. Platz 1 Gabriele Engelhardt (LC Breisgau) 48.22m, Platz 2 Andrea Bierende (SV Teutschenthal) 43.67m, Platz 3 Silke Finkenbeiner (VfL Waiblingen) 42.32m.
Gegen Mittag folgte für Karin Disziplin 2 mit dem Weitsprung auf der Nebenanlage. Gleich der erste Satz landete bei 4.42m, Einstieg nach Maß, noch weitere Sätze in die Grube gelangen nicht mehr, Platz 5 im Klassement. Der Titel ging mit 4.75m an Heike Schug (LAC Quelle Fürth). Mit 4.60m wurde der Silberrang ersprungen, Bronze gab es für 4.52m. Karin war also auch hier dicht dran.
Sandra Schäffer ergänzte das weibliche Trio um 12.05 Uhr und fand sich an der Speerwurfanlage ein. Stabile 30m waren von Sandra gewünscht, mit 31.48m im vierten Durchgang sicherte sie sich die VIZEMEISTERSCHAFT und war damit sehr zufrieden. Die zuschauenden SSC-Fans und Sandra selbst dachten zunächst, der Versuch wäre ungültig, aber die Fahne blieb unten. Einen kurzen Moment stockte sogar der Atem, als Sandra bei einem Durchgang beim Stemmen keinen festen Stand hatte und eine unfreiwillige Rolle seitwärts absolvierte musste, um sich abzufangen. Aber es ist alles heile geblieben und nichts passiert. Glückwunsch zur Medaille! Beim nächsten Mal traut sie sich dann vielleicht auch noch die Kugel zu stoßen.
Gleich nach Sandra stand Disziplin drei für Karin an, ebenfalls das Speerwerfen. Mit 12 gemeldeten Teilnehmerinnen ein großes Feld. Also sollte gleich alles passen, um in den Endkampf einzuziehen. Ihre 25.75m aus dem ersten Durchgang konnte sie bei den weiteren 5 Versuchen dieses Mal nicht mehr übertreffen und kam auf Rang vier ein (Platz 1-31.27m / Platz 2-28.55m / Platz 3-27.51m).
Nach bereits drei absolvierten Disziplinen und einer Pause von knapp vier Stunden könnte man meinen, das nichts mehr geht. Aber Karin hatte noch den Hochsprung um 17.25 Uhr auf dem Programm und war da sogar als Beste mit 1.33m gemeldet. Schon die Einsprünge waren top und Karin legte eine saubere Serie hin. Ab 1.24m bis 1.30m glatt im ersten Versuch drüber. Nachdem höher eingeschätzte Athletinnen die 1.30m nicht mehr übersprangen war klar, der 1. DM-Titel für Karin ist unter Dach und Fach. Sie ging dann die gemeldeten 1.33m noch an – auch da tadellos – und probierte noch die 1.36m, die ebenfalls gut aussahen. Aber irgendwann sind die Beine auch platt und so blieb es bei 1.33m !!! Schön war auch, dass nordhessische Kampfrichter an der Anlage waren und ebenfalls mitfieberten und zu den ersten Gratulanten gehörten. Das rundete das schöne Erlebnis auch noch einmal ab.
FAZIT an TAG 2: 1 x GOLD, 2 x SILBER

