Vergangenes Wochenende lud der Kasseler SV zum 18. Staffelpokal ins Auebad ein. Wie erwartet wurde dies für uns alle ein langer und auch anstrengender Wettkampf, da nicht nur viele Vereine aus unserem Bezirk, sondern auch aus Südhessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen angereist waren, um insgesamt über 2300 Einzel- und über 132 Staffelstarts zu absolvieren.
Für unsere Aktiven boten sich hier teilweise ganz neue Herausforderungen, da alle Strecken angeboten wurden.
Den Anfang machte Elli Daufenbach (2006) über 200 m Schmetterling, die sie zum ersten Mal schwamm und eher vorsichtig und kraftsparend anging und am Ende nach guten 3:07,71 min ins Ziel brachte. Die weiteren Starts über 200 m Rücken, 200 m Brust und 800 m Freistil liefen hingegen nicht ganz so gut, wie erwartet.
Auch Lara Freiberger (2006) hatte eine neue persönliche Herausforderung angenommen und startete zum ersten Mal über die längste Strecke, die im Becken angeboten wird. 24:55,61 min und 1500 m Freistil später konnte sie zurecht stolz auf sich und ihre Leistung sein. Über die anderen Strecken 200m Freistil, 200 m Brust und 200 m Lagen konnte sie sich jeweils leicht verbessern.
Ebenfalls eine neue Strecke stand für Sophia Salamon (2005) auf dem Programm. Zum ersten Mal wagte sie sich an die 800 m Freistil heran. Die Zwischenzeiten pendelten sich auf 1:48 min ein, so dass am Ende eine Endzeit von 14:02,79 min im Protokoll stand. Weitere Starts gab es für Sophia über 200 und 400 m Freistil, 200 m Rücken und 200 m Lagen. Hier hat sich gezeigt, dass das stetige und ausdauernde Üben des richtigen Brustbeinschlages zum Erfolg (d.h. keine Disqualifikation!!) führt! Gut gemacht!
Lina-Marie Petry (2005) hatte ebenfalls eine persönliche Hürde zu meistern, weil für sie ein Start über 400 m Freistil anstand, die sie nach 6:35,29 min ins Ziel schwamm. Die weiteren Starts waren über 50 und 200 m Freistil und 200 m Brust.
Für Max Hermann (2005) standen das erste Mal 400 m Freistil auf der 50m-Bahn auf dem Programm, für die er 5:52,03 min brauchte. Über 50 m Freistil und 100 m Rücken konnte er seine bestehenden Bestzeiten zudem leicht nach unten schrauben.
Auch für Philipp Pastianidi (2004) gab es eine Premiere im Wasser. Zum ersten Mal startete er über 800 m Freistil, für die er 11:19,38 min benötigte. Über 50, 200 und 400 m Freistil konnte er sich zudem gut verbessern. Über 200 m Brust blieb die Uhr knapp über seiner Bestzeit stehen.
Helena Kuntzsch (2007) „drückte“ sich etwas vor den längeren bzw. neuen Strecken und blieb mit den bekannten Strecken lieber auf Nummer sicher. Ihre Leistungen über jeweils 50 m Freistil, Delfin und Rücken, sowie über 50, 100 und 200 m Brust waren gut, vor allem wenn man bedenkt, dass sie nie auf der langen Bahn trainiert.
Auch Katharina Traut (2004) blieb lieber beim Vertrauten, schwamm aber leider über 100 m Freistil, 50 m Rücken und 100 m Schmetterling ihren Bestzeiten etwas hinterher.
Hannes Brodmann (2007) startete über 100 und 200 m Freistil, sowie über 200 m Brust und schwamm jedes Mal neue persönliche Bestzeit und überzeugte bei allen Starts mit einer guten technischen Leistung.
Auch bei Timo Nehrettig zeigte sich bei seinen Starts über 50 m Brust, 50 m Rücken und 100 m Freistil besonders seine stark verbesserte Technik, die ihm über die Freistilstrecke eine tolle Verbesserung seiner Bestzeit auf 1:38,55 min brachte.
Ihren allerersten richtigen Wettkampf und damit ebenfalls eine große Herausforderung meisterte Elisa Freiberger (2010). Sie startete über 50 m Freistil und über 50 und 100 m Brust. Elisa machte ihre Sache wirklich prima und zeigte sich von dem großen Bad und den anderen sehr starken Schwimmern völlig unbeeindruckt. Das hast Du toll gemacht!
Nele Reppenhagen (2008) ging über 50 m Brust, 50 m Rücken und 100 m Freistil an den Start. Leider zuckte sie beim Start zweimal doch sehr, so dass leider ihre wirklich gute Zeit über 100 m Freistil am Ende aufgrund einer Disqualifikation wegen Frühstarts nicht zählte. Eine sehr gute Leistung zeigte Nele aber auch über 50 m Rücken, wo sie sich um 16% auf 0:47,38 min verbessern konnte.
Auch für Lena Simon (2011) ging es das erste Mal bei einem „richtigen“ Wettkampf an den Start. Sie überzeugte durch eine gute Leistung über 50 m Freistil (0:55,64 min) und 100 m Brust.
Die einzige Medaille des Tages konnte unser kleiner Bronze-Fisch Hale-Marie Matull (2010) über 50 m Brust in 0:52,95 min aus dem Wasser ziehen. Leider gab es aber auch bei Ihr ein „Wackeln“ auf dem Startblock, das zu einer Disqualifikation führte, so dass ihre tolle Zeit über 100 m Brust nicht gewertet wurde. Das ist besonders schade, denn die Zeit hätte sogar für eine Goldmedaille gereicht. Ihr dritter Start über 200 m Brust verlief aber reibungslos. Hier blieb die Zeit bei 4:01,87 min stehen.
Ich freue mich, dass wir auch wieder vier Staffeln melden konnten, wenngleich die Chancen bei dem starken Teilnehmerfeld sehr niedrig waren, zumal unsere Schwimmer in der offenen Klasse (also ohne Jahrgangsbeschränkung) antreten mussten.
Die 4×50 m Rücken -Staffel mixed wurde von Elli, Lara, Max und Philipp geschwommen. Sie kamen auf Platz 8.
Über 4×50 m Brust mixed gingen Philipp, Helena, Lina und Elli an den Start. Hier wurde es am Ende Platz 9.
Einen 6. Platz erreichten Lara, Sophia, Katharina und Lina über 4×50 m Freistil weiblich.
Mein persönliches Wettkampfhighlight kam aber ganz zum Schluss, als noch die weibliche 4×50 m Lagen Staffel auf dem Programm stand. Nach den ersten drei Staffelergebnissen war klar, dass die Konkurrenz wohl kaum einzuholen ist, so dass ich den Mädels den Rat mit auf den Weg gegeben habe, es einfach mit so viel Spaß wie bei Trainingsstaffeln zu machen.
Nachdem Elli als Startschwimmerin über Rücken nur knapp hinter den beiden Führenden als Dritte anschlug und Lina diesen dritten Rang über Brust noch knapp bis zum Wechsel halten konnte, hielt mich am Beckenrand nichts mehr, denn es war klar, dass da doch etwas gehen könnte. Ähnliches dachte sich wohl auch Katha, als sie sich auf ihre Delfinstrecke machte. Nach 7-er-Zügen und guten 0:36 min kam sie nun allerdings mit kleinem Rückstand als Vierte an den letzten Wechsel und schickte Lara mit Freistil ins Becken, die noch einmal alle Kräfte mobilisierte, aber den Rückstand leider nicht aufholen konnte. Am Ende haben die 4 einen wirklich guten 4. Platz erreicht! Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Teamleistung!!!
Ein dickes Dankeschön geht an unsere Kampfrichter Patrick Hermann, Hanem Cihan-Matull, Sascha Gortzewitz, Bianca Petry, Axel Netzband und Alexander Pastianidi, die sich für unsere Kinder an den Beckenrand gestellt haben!

